05.12.2009 - TV Seelbach – ETSV Offenburg 28:23 (11:9)


(seg.) „Jeder war geil auf den Sieg, ich bin stolz auf meine Mannschaft.“ Seelbachs Coach Volker Klatt sprach nach dem 28:23-Sieg im Spitzenspiel gegen Offenburg auch vielen TV-Fans aus der Seele.

Diese bekamen am Samstag alles zu sehen, was den Handballsport attraktiv macht. Von Beginn an kämpften beide Kontrahenten mit harten Bandagen, die Partie war geprägt von großem Kampf und einer immensen Intensität. Dabei waren die Vorzeichen auf Seelbacher Seite nicht die besten. Im Abschlusstraining hatte wieder einmal das Verletzungspech erbarmungslos zugeschlagen. Oliver Faißt (Sprunggelenk) und Richard Oßfeld (Meniskusschaden) mussten passen. Dafür sprang Mario Vetterer in die Bresche und tat dem Seelbacher Spiel sehr gut. In einer ausgeglichenen Anfangsphase benötigten die Schuttertäler fast sechs Minuten, um den ersten Treffer der Begegnung zum 1:0 zu erzielen. Unter der Woche hatte Volker Klatt die Leistung seiner Torhüter kritisiert und diese in die Pflicht genommen. Worte, die auf fruchtbaren Boden fielen: Sebastian Himmelsbach lieferte gegen den ETSV eine Top-Leistung und war der Garant dafür, dass der Landesliga-Absteiger eine 11:9-Führung mit in die Pause nahm.

Als der TVS in der 44. Minute bereits fünf Tore enteilt war, schien die Vorentscheidung gefallen. Denkste: Seelbach kassierte nun zahlreiche Zeitstrafen. Nach der jeweils dritten verabschiedeten sich Denny Wohlschlegel, Benjamin Eble und Mario Vetterer mit der Roten Karte. Doch das schweißte die Gastgeber noch enger zusammen. „Das Team hat gekämpft ohne Ende, jeder hat den anderen angesteckt. In dieser Form habe ich das selten erlebt,“ war nicht nur Volker Klatt begeistert. Zwar kamen die Offenburger wieder auf 20:22 heran (51.), doch die Seelbacher drehten nochmals auf und machten vier Minuten vor Schluss den Sack zu. Der TV-Coach: „Es war heute ein echtes Spitzenspiel für die Zuschauer. Wir wollten unsere gute Ausgangssituation unbedingt mit ins neue Jahr nehmen, das ist uns vortrefflich gelungen. Jetzt müssen wir die letzte Aufgabe gegen Schuttern erfolgreich bestreiten, um dann 2010 richtig anzugreifen.“