Die A-Jugend auf Turnierreise im Schwabenland - 2000
(von Joachim Müller)

Ja man kann es kaum für möglich halten, aber seit ich denken kann, sind wir mal auf zwei mehrtägige Turniere gefahren. Organisiert wurden diese von Gogo, der auch beim ersten Turnier dabei war, sowie unserem neuen Trainer Volker Heilmann, der uns "nach drüben" in seine Ex-Heimat entführte. Zuerst ging es nach Göppingen. Dort wurde anlässlich des hundertjährigen Bestehens des TV Jahn Göppingen ein eher beschauliches Turnier ausgetragen, bei dem wir je zweimal gegen Göppingen und Laichingen spielten.
Wurden die ersten Spiele in der prallen Sonne noch souverän gewonnen, so leistete unser "Pausenweizen" dem Gegner später gute Dienste. Spielerisch fühlte sich besonders unser Neuzugang Benni durch den holprigen Platz bei Tempogegenstößen eingeschränkt, was zur allgemeinen Erheiterung beitrug. Trotzdem konnten wir das Turnier mit 6:2 Punkten gewinnen, was mit animalischen Gesängen und Rothaus-Erzeugnissen aus dem Siegerpokal kundgetan wurde. Später amüsierte man sich auf der "Abi-Parade", einer riesigen Technoparty, bis ein Gewitter die Gemüter wieder abkühlte (O-Ton Volker: "Schoisse, I han mei Schiebedach no offe!").
Das Turnier in Wernau sollte dann bedeutend größer sein. Da von jeder Altersklasse mindestens 20 Mannschaften vertreten waren, war schon bald nach unserer Ankunft am Samstagabend auf dem Zeltplatz die Hölle los.

Besonders interessant für unsere Nachbarn aus Kronau, Fischbach etc. gestaltete sich der Aufbau von Gogos Zelt, da die skurrilsten Neuschöpfungen entstanden. Da deutlich mehr weibliche Jugendmannschaften als in Göppingen vor Ort waren, gingen wir bald mit Tannezäpfle bewaffnet, getrennt auf die Pirsch, wodurch sich die Geschehnisse in dieser ereignisreichen Nacht nur unzureichend rekonstruieren lassen.
Am selben Morgen wollte dann keiner mehr etwas vom Handballspielen wissen. Da wir nur zu Acht angereist waren, hätte mein krankheitsbedingter Ausfall ("Ich will nur noch im VW-Bus liegen") eigentlich bedeutet, dass die restlichen Jungs ein ganzes Turnier hätten durchspielen müssen. Eigentlich ... denn nach dem ersten Spiel, das mit einem Tor verloren ging, kam der große Regen. Dieser wird gerne zum Anlass genommen (Codename "Verletzungsgefahr") um nach Hause zu fahren. Dies sollte allerdings nicht so schnell von statten gehen, da wir aufgrund einer Autobahnsperrung vier Stunden lang im Stau standen. Doch wir nutzten die Gelegenheit, um auf der A8 weiterzufeiern, Bob Marley zu hören, zu relaxen und gelegentlich den VW-Bus und andere Verkehrsteilnehmer weiterzuschieben.
Insgesamt hatten wir auf den Turnieren viel Spaß, viel Rothaus und wenig Handball.
Dabeisein war alles.

Acht Badener und ein Schwabe hatten sich gen Schwabenland aufgemacht
um beim Turniersporte ihre Künste darzubieten
Der Kleinste von ihnen war so geschwind, dass ihm keiner folgen konnte.
Immer wieder stand er frei vor der Kiste. Er brauchte nur noch zu treffen
Nebenher trat unser Kleinster als Schiedsrichter in Erscheinung.
Damit finanzierte er sich seine flüssige Nahrung
Die Baden-Sieben hatte einen guten Tag erwischt, rang alles nieder
und durfte sich am Ende freuen
Der Trainer hatte einmal mehr alles richtig gemacht.
Deshalb durfte er den Siegerpokal auf Ex leer trinken
Nur der Jüngste begriff all den Trubel nicht
er freute sich auf seine eigene Art

 
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