Am 30. August 1997 trafen sich sieben stahlharte, durchtrainierte Extremsportler zum ersten ESV-Triathlon der Superlative.
Zu den Teilnehmern zählten namhafte Sportlegenden des ESV Offenburg wie Gogo Dittrich, Präsi Ehler und Blacky Schwarz, sowie die vielversprechenden Nachwuchstalente Patrick Henry Göppert, Willi Wilhelm, Karsten Boy und Gerardo Mafiosi Rendina. Die Aufwärmstrecke führte die Sportler vom Gelände des ESV zum Gifiz, wo alle sieben pünktlich zum Startschuß um 10.36 Uhr in ihrem Schwimmdress bereit standen. Ein letzter Gruß an den "Servicewagen", der in Person der Tanja Brzezinka am Parkplatz bereit stand, um eventuelle Verletzte oder vor Erschöpfung zusammenbrechende Teilnehmer, unter Einsatz des eigenen Lebens aufzunehmen und zu erretten.
Und ab ging’s. Der Startschuß fiel ...
Alle Athleten begaben sich - mehr oder weniger schnell - in das doch noch recht kühle Naß. Doch nach wenigen Minuten mußte das "Serviceteam" den ersten Ausfall verzeichnen. Gerardo Mafiosi Rendina zollte seinem hohen Anfangstempo Tribut. Sein italienisches Temperament ging wieder einmal mit ihm durch! Nach etwa 50 Metern mußten ihn seine tapferen Lebensretter Blacky Schwarz und Karsten Boy unter Einsatz aller zur Verfügung stehender Kräfte und Mittel ans sichere Ufer transportieren. Während für die tapferen Retter der Schwimmwettbewerb ein jähes Ende gefunden hatte, durchquerte das restliche Feld den See. Bereits hier trennte sich die Spreu vom Weizen. Willi Wilhelm und Patrick Henry Göppert erreichten mit deutlichem Vorsprung den Ausgangspunkt, während Präsi Ehler fast den Umweg über das Strandbad nahm und Gogo Dittrich sich leicht von Gerardo’s Beinah-Untergang ablenken ließ.
Nachdem auch diese beiden das Ziel erreicht hatten und Gerardo zwei "Gsetzli" Rosenkranz, als Dank für seine Errettung gebetet hatte, konnten sich die stählernen Jungs auf ihre Sportmaschinen stürzen um eine Radstrecke von rund 25 Kilometern zu absolvieren.
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Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 22,8 km/h konnte die Strecke in gut einer Stunde von allen erfolgreich bestritten werden.
Nach dieser Disziplin zeigten sich die ersten Mängel an einigen Körperfabrikaten.
Nach einer ausgedehnten Trinkpause am "Schwarzschen Verpflegungsstand" in der Franz-Huber-Straße ging es weiter zur dritten und gleichzeitig letzten Disziplin: dem "Horror-Lauf" auf der Wolfsgrube. Doch zuvor mußte erst der "Aufstieg" per Rad geschafft werden. Aber eine 17prozentige Steigung ist für durchtrainierte Triathleten eine Kleinigkeit.
Ebenso locker wurde dann natürlich auch die Rundstrecke auf der Wolfsgrube - über Stock und Stein - heruntergespult. Jedoch wurden auch hier vom "Serviceteam" zwei weitere Beinah-Ausfälle verzeichnet. Bedingt durch Knie- und Altersbeschwerden! (Anm. der Red.: aus Gründen des Datenschutzes werden hier keine Namen veröffentlicht).
Selbst die halsbrecherische Ab- und Rückfahrt zum ESV-Gelände hätte beinahe ihre Opfer gefordert. Doch, wie eigentlich zu erwarten, erreichten alle Supersportler wohlbehalten das Ziel, nach einem zweieinhalbstündigen Wettkampf. Bei Grillsteak und Kartoffelsalat wurde regeneriert.
Insgesamt äußerten sich die Teilnehmer zum durchgeführten Triathlon sehr positiv, und das "Schwarzsche Komitee" erwägt diesen im nächsten Jahr erneut durchzuführen.
Als einziger Negativpunkt wurde von allen die geringe Teilnehmerzahl genannt. Lag es etwa am Preisgeld?
Aber trotzdem hatten wir alle einen Riesenspaß und sind im nächsten Jahr wieder dabei.
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