Durch allerbeste freundschaftliche Beziehungen zum Anglersportverein Hofweier war es den Oldies vergönnt, ein Wochenende in Marmoutier im Elsaß in deren Vereinsheim zu verbringen. Neben geselligem Beisammensein wurden natürlich die Möglichkeiten des dazu gehörenden Weihers genutzt um sich ausgiebig dem geruhsamen Angelsport zu widmen.
Sechs Kameraden ließen es sich nicht nehmen die ca. 70 km lange Strecke mit dem Fahrrad zu bewätigen. Unser Kamerad Christian kam sogar von Ohlsbach zum Start nach Offenburg angedüst. Ganz im Stile der Tour de France Profis war unser Outfit. Vom atmungsaktiven Trikot für Renn-Mountainbiker und Tourenbiker bis hin zur klassischen Bekleidung war alles vorhanden.
Während sich die unerschütterlichen Kämpen auf die vier-Stunden-Strecke begaben, fuhr eine dreiköpfige Vorhut vorneweg, um das Heim herzurichten. Getränke wurden gebunkert und Lebensmittel für drei Tage gekauft. Ein PKW und Werners Wohnmobil standen dafür zur Verfügung. Das Mobil war für unvorhergesehene Fälle gedacht, falls ein Radler oderein Fahrrad schlapp machen sollte, was zum Schluß auch so geschah. (Besenwagen)
Nach dem Herrichten der Häuschens wurde schon mal der Grill gerichtet, damit wir beim Ankommen der Pedaltreter für das leibliche Wohl gesorgt hatten. Groß war das Hallo, als diese ankamen. Allerdings waren die meisten froh, endlich das Ziel erreicht zu haben. Denn die große Hitze verlangte einiges von ihnen ab.
Am nächsten Tag war es dann soweit: die Profis packten ihre Angelruten aus, und wir zogen hinunter zum Weiher. Der Flachs und das Anglerlatein blühten, bis endlich der erste Karpfen oder die erste Forelle an der Angelrute baumelte.
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Den Vogel schoß dabei unser Manfred ab. Er hatte mit einem Stock und einer Angelschnur die Lacher auf seiner Seite. Er war aber einer der ersten, der einen Fisch ans Tageslicht beförderte.
Nachdem das Essen für den Abend gesichert war, zogen wir wieder hinauf zur Hütte um das Essen vorzubereiten. Ein Fernseher für das WM-Spiel Deutschland gegen Belgien durfte ebenso wenig fehlen wie ein Schlückchen aus dem kühlen Fäß:chen. Ob dessen Inhalt oder der 3:2-Sieg der Deutschen Anlaß des Jubelns und des Grölens war, das blieb doch ein ungelüftetes Geheimnis.
Nach einem langen schönen Kameradschaftsabend und einer kurzen Nacht zogen einige Unermüdliche noch einmal zum See und zogen noch einige Forellen aus dem Wasser.
Die Radler richteten ihre Utensilien für die Heimfahrt, die restlichen Kameraden brachten das Haus wieder auf Vordermann. Auf Video wurde der schmerzliche Abschied festgehalten. Doch es vergingen keine 15 Minuten, als ein Plattfüßer wieder zurück kam. Den Platten am Rad ließ er sich nicht reparieren. Er nutzte viel mehr die Möglichkeit des Besenwagens um gemütlich zur Hütte zurück zu kommen.
Wie alles schöne ging auch dieses Treffen der Oldies leider viel zu schnell vorbei. Zurück blieben Erinnerungen an ein geselliges Wochenende und jede Menge Erzählstoff für die Enkel über die bergeweise gefangenen Fische.
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