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Mal wieder was anderes unternehmen. Das hatte sich die 2. Mannschaft zum Saisonabschluß vorgenommen. Was lag da näher, als die 750 Kilometer in Angriff zu nehmen, die die Gorges de l’Ardeche von Offenburg entfernt lagen. Jahre waren es her, als die letzte ESV-Delegation dort Eindruck hinterließ und beeindruckt dieses wunderschönes Fleckchen Erde wieder verließ. Nun war die Zweite an der Reihe. Einige der auf sechs Teilnehmer geschrumpfte Truppe hatte dort bereits einschlägige Paddelerfahrung gesammelt. Die Hinfahrt über die Autobahn verlief verhältnismäßig ruhig. Abgsehen von einem Campingstuhl, der die Last von "Moppes" nicht tragen wollte und in sich zusammenbrach. Abgesehen von einer Polizeikontrolle, die den Kleinbus an einer Mautstelle nach Halluzinogenen durchsuchte - "Wurm" als Fahrer sah wirklich vertrauenswürdig aus - und nichts fand. Die Kiste Tannenzäpfle wurde von der Obrigkeit nicht als Halluzinogen, sondern als Grundnahrungsmittel eingestuft. Darauf erstmal einen Schluck! Nach zehn Stunden kamen wir auf dem "Camping du Pont D’Arc" an. Müde, aber glücklich, daß wir an diesem wunderschönen Plätzchen angekommen waren. Am selben Tag wurden vor Ort drei Boote gechartert (Preis: 320 FF pro Boot). Der Abend wurde dazu genutzt den örtlichen Rotwein (Vin du Camping du Pont D’Arc) zu degustieren und deutsches Skatgut zu pflegen. Am Freitag in der Frühe starteten wir direkt vom Campingplatz aus zu der 25 Kilometer langen Paddeltour. Wie immer, wenn die Handballer vom ESV unterwegs sind, zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. | Die Ardèche führte jedoch verhältnismäßig viel Wasser, was das Paddeln erleichterte und die Stromschnellen entschärfte. Die Pärchen hatten sich schnell gefunden: "Pat und Patachon" (Marcus und Moppes), "Schulz & Schulze" (Patrick und Bernhard) sowie "The Long Vehicles" (Gogo und Wurm). Auf den ersten Kilometern wurde die Harmonie des Paddeleinstiches fleißig geübt, was dann später auch nichts nutzte, denn in der Stromschnelle war Action gefragt. B-Noten wurden da nicht verteilt. So wie an jenem Naturhindernis, als die "Long Vehicles" zum Spielball der Strömung degradiert wurden. Die Folge: beide gingen über Bord. Als Gogo um Luft und Contenance rang, derweil das Boot kielunter, unerreichbar für die Besatzung, im Wasser gegen den Fels gedrückt wurde. "Isch des nit de Gogo?", fragte ein weiterer Paddler am Ufer. Es war ein Schiedsrichter aus Schuttern, der den Schiffsbrüchigen erkannte. "Wurm" und der soeben Entlarvte mußten erst einmal eine rauchen, während die anderen beiden Pärchen eine Bootsrettungsaktion durchführten, die die zahlreichen Zuschauer an Land restlos begeisterte. Die "Gorges de L’Ardeche" aus der Wasserperspektive: ein grandioses Naturschauspiel mit seinen bizarren Felsformationen entlang der steilen Schlucht. Eine üppige mediterrane Vegetation entlang des Flusses und eine nicht minder interessante Vogelwelt. Ein Naturerlebnis pur. Die Ardeche, man muß einfach mal dort gewesen sein. |
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| Die Ardeche. Hier der "Cirque de la Madeleine" | |
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| Das landschaftliche Wahrzeichen, der Pont d'Arc. Von dort aus starteten wir | |
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| Sechs wackere Paddler vor ihrer 30 Kilometer-Tour | |
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| Am besten nichts tun und sich treiben lassen. Markus und Moppes an einer Stromschnelle | |
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| Pause a la Frankreich. Wurm und la bouteille de Rouge | |
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