| Sommerzeit - Wanderzeit. Eine Tradition der ehemaligen Handballer des damaligen ESV aus den 90er Jahren fand wieder großes Interesse. Impulsgeber dieser Wanderung war wie immer Andreas Paulus, wohnhaft in der Nähe von Ulm, der zuletzt 1994 beim ESV aktiv war und immer noch mit seinem Verein aus alten Zeiten verbunden ist. Wanderführer Willi Schulz hatte dieses Mal eine Route ausgesucht, die beim Finanzamt Offenburg - wo denn sonst - begann und die wackeren Acht zur Kalikutt bei Oppenau führen sollte. Lustig war's wie immer, die 28 Wander-Kilometer vergingen im Flug. Es herrschte angenehmes Wanderwetter, das zwischendurch durch einen Wolkenbruch unterbrochen wurde. Aber da sass die Truppe bereits gut geschützt in der Wolfsgrube beim ersten Veschper. Gogo, der Senior der Abordnung, hatte aus den leidvollen Erfahrungen des Vorjahrs seine Konsequenzen gezogen und marschierte mit Wanderstöcken. Und das war auch gut so. Martin hatte seinen Achillessehnenriss gut überstanden und marschierte wie einst im Mai. Bei "Oske" machte sich seine lädierte Hüfte bemerkbar, er glich dieses Handicap durch seine angeborene Kämpfernatur wieder aus. Wanderführer Willi, der sich als "Kampfwanderer" einen Namen gemacht hat, gab wie immer den Takt an. Auf dem Brandeck-Lindle wurde der Flüssigkeitsverlust wieder ausgeglichen, und das nicht zu spärlich. Weiter ging's in Richtung Kornebene, doch dieses Ziel wurde nach einer sachlichen Diskussion verworfen, denn man zog vor allem den Sitzfleisch- und Durst-Quozient in Betracht. Stattdessen war ein Bauwagen der örtlichen Försterei Zwischenstation, der wie geschaffen für die Wandertruppe war, denn er bot Platz für exakt acht Leute. Singend wurden die letzten Kilometer zurück gelegt. Eine Pilzsammlerin, die das Liedgut der Burschen durch den Wald erhörte, war derart hingerissen, dass sie mitsang! Nach brutto sechs Stunden unterwegs legte man im Nachthafen Kalikutt endlich an. Dort liess es sich Seniorchef August Schmiederer nicht nehmen seine wohlbekannten Witze zum Besten zu geben, die er ein drei Büchern der Weltöffentlichkeit präsentiert hat. Und als der 78jährige auch noch sein Akkordeon auspackte, war der Stimmungspegel am Anschlag. Abends schaute noch das Ehepaar Zander, die Eltern des Mitwanderers Thilo noch vorbei. Was dann auch einen praktischen Aspekt hatte. Denn "Oske" hatte abends eine Mitfahrgelegenheit nach Offenburg. Der Rest übernachtete auf der Kalikutt. Am nächsten Morgen marschierten Willi, Andreas und Stefan über die Berge zurück nach Offenburg, während Joe, Martin und Gogo mit dem Zug ab Station Ramsbach-Birkhof nach Hause gefahren wurden. Es war eine tolle Wanderung bei der alles passte. Die Vorfreude auf die Fortsetzung 2010 ist groß. |
![]() von links: Joe Beck, Dr. Stephan Hänfling, Willi Schulz, Andreas Junker, Dr. Thilo Zander, Martin Ehler, Andreas Paulus |
![]() von rechts: Martin Ehler, Gottfried Dittrich, Dr. Thilo Zander, Andreas Junker, Willi Schulz, Dr. Stephan Hänfling, Joe Beck |
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