Matthias Beck (2. Mannschaft): Sein Auslandsjahr in Vancouver/Kanada

Matthias Beck (20), Sohn der ETSV-Ikonen Joe und Uli, hat nach seinem Abi 2010 gleich ein Auslandsjahr drangehängt. Ihn zog es im September 2010 an die Westküste von Kanada. Genauer nach Vancouver, der Olympiastadt von 2010, von der man sagt sie sei eine der schönsten Städte der Welt. Bei einem Freund der Familie Beck arbeitet "Matze" in dessen Metzgerei um Geld zu verdienen, denn ohne Moos ist ja bekanntlich nichts los. Es folgte die Erkenntnis, dass "mein Vater wohl der einzige Metzger in der Familie bleiben wird". Der Kontakt mit Offenburg wird mittels Skype aufrecht erhalten, so alle zwei Wochen. Im Sommer 2011 wird er dann wieder den Rückflug antreten.

Webmaster: Welche Nahrungsmittel hast Du in einem fremden Land neu entdeckt?
Matthias Beck: "Bubble-Tea", der neueste Trend aus Asien: Tee mit runden Gummibärchen drin. Wahnsinnig süß und mit den aufgeweichten Gummibärchen nicht so ganz mein Ding. Das einzige wirklich kanadische ist "Poutine", eine braune Sosse zu Pommes.

Webmaster: Gibt es auch Geheimtipps in Sachen Musiker oder Bands, die man hier bei uns nicht kennt?
Matthias Beck: Die meiste Musik ist auch in Europa bekannt, aber es gibt ein Paar sehr gute Rapper hier. Vor allem "Classified" find ich super, der hat für Olympia 2010 einen Remix der kanadischen Nationalhymne gemacht. Einfach mal googeln!

Webmaster: Beschreibe Vancouver in fünf Wörtern
Matthias Beck: Multikulti, freundlich, spontan, hilfsbereit, wunderschöön

Webmaster: Zu welcher Sportart gehen die Vanvouveraner am Wochenende?
Matthias Beck: Definitiv Ice-Hockey! Das Stadion der "Vancouver Canucks" ist direkt neben meiner Wohnung und trotz der höchsten Ticketpreise der NHL (Tickets ab 60 Euro) immer ausverkauft. Wenn gerade ein Spiel ist, findet man den Rest der Stadt in Pubs wieder und die Busfahrer zeigen immer abwechselnd ihre Busnummer und dann "Go Canucks Go" an.

Webmaster: Handball in Kanada, was stellt man sich darunter vor?
Matthias Beck: Eine etwas zu klein geratene Halle mit selbst gebauten Toren, selbst gezogenem 6m Kreis und ein paar Handballverrückte Europäer.

Webmaster: Kanada, das sind auch ewige Tannenwälder. Da ist das Harzen wohl erlaubt, oder?
Matthias Beck: In unserer Halle schon, aber bei den "Canadian Nationals" im Mai wird es wohl nicht erlaubt sein.

Webmaster: Gibt es außer den Exil-Europäern auch Einheimische. Die sich am Handball interessieren und diesen auch praktizieren?
Matthias Beck: Es gibt tatsächlich auch einige Kanadier die mitspielen, allerdings meist mit europäischen Wurzeln.

Webmaster: Hier noch ein Paar Infos aus erster Hand zu deinen sportlichen Aktivitäten. Was hast Du in Sachen Handball in Kanada alles erlebt, und gibt es noch bevorstehende Höhepunkte?
Matthias Beck: Am Wochenende vom 20./22. Mai in Vancouver kommt aus jeder Provinz eine Mannschaft. Er geht um die kanadische Meisterschaft. Außer Handball ist natürlich auch ganz stark Snowboarden angesagt. Anders wie in Europa liegt hier dieses Jahr so viel Schnee wie schon lange nicht mehr und die Saison ist bis Ende Mai gesichert. Das heißt dann morgens noch ne Runde am Meer entlang spazieren und nachmittags auf die Piste. Von dort aus hat man dann beste Sicht auf Vancouver und den Sonnenuntergang im Meer.

Das Interview führte Gottfried Dittrich

 

Matze Beck (Nr. 5) in der Zweiten in Aktion

Unterwegs zum Snowboarden

Handball in Kanada ...

... spielt man auf gewienertem Holzparkett