Final Four um den Bezirkspokal


Der ETSV zum Saisonabschluss nur auf Platz 4 der Final Four um den Bezirkspokal

Bei ihrem letzten Einsatz von der Bank aus blieben Trainer Marc Nimke und Co-Trainer Lothar Festerling die Erkenntnis, dass ihrer Mannschaft - wenn sie nicht in Bestbesetzung antreten kann - doch einiges fehlte um gegen Landesligisten, wie die TS Kehl im Halbfinale, sowie gegen den TV Sulz im Spiel um de 3. Platz, erfolgreich zu bestehen. Mit Tobias Hummel und Sebastian Wagner fehlten zwei wichtige Routiniers. Zudem musste Kreisläufer Timo Martens verletzt passen. Dies war bei nur zwei Auswechselspielern bei zwei Spielen über 2 x 20 Minuten einfach zu wenig, zumal die Mannschaft auch nicht die Spritzigkeit und den Elan ihres starken Saisonfinales demonstrierte. Viele Zuschauer in der Zuns-Arena fragten sich zu Recht: "Was war nur los mit dem ETSV". Schade, denn die Gelb-Blauen wollten ihren scheidenden Trainern vor den Augen des künftigen Coachs Holger Goldenfels einen erfolgreichen Abschied bereiten. Die Zuschauer sahen jedenfalls ein äusserst torreiches Turnier, in dem in 16 Minuten 209 Tore fielen. Das sind auf 60 Minuten hochgerechnet 78 Tore. Und das angesichts der Top-Keeper Vahlenkamp (Kehl), Bauer (Zunsweier), Koslowski und Richini (Sulz) sowie Schaudt (ETSV)

SV Zunsweier - TV Sulz: 29:23
Die Gastgeber überraschten gegen den Landesligisten TV Sulz, der allerdings im früh angesetzten Halbfinale nicht mit seiner stärksten Mannschaft angetreten war. Der TV Sulz liess die junge Zunsweirer Mannschaft gewähren, was diese zu ihrem schnellen Spiel nach vorne auch effektiv in die Tat umsetzte. So war der Erfolg der Zunsweirer, verbunden mit der Qualifikation zum SHV-Pokal, auch verdient

TS Kehl - ETSV Offenburg: 28:23
Gegen den Landesligisten TS Kehl versäumten die Gelb-Blauen eine durchaus mögliche Überraschung. Zwar lagen sie bis auf dem 1:1, 3:3 und 8:8 ständig in Rückstand, doch ergaben sich vor allem in der 2. Halbzeit, besonders nach dem 20:22, genügend Möglichkeiten um das Spiel zu drehen. Doch der starke Kehler Torwart Vahlenkamp hatte etwas dagegen und vereitelte klarste Offenburger Möglichkeitem.
ETSV: Schaudt, Schendekehl - Härdle (4), Herelle (1), Pfeiffer (8/3), Schweickhardt (2), Vogt (3), Gass (4), Königer (2), Marwein

Spiel um Platz 3: TV Sulz - ETSV Offenburg: 32:19
Gegen den Landesligisten TV Sulz, bei dem mittlerweile einige Etablierte "eingeflogen" wurden, stand der ETSV auf verlorenem Posten. "Flasche war leer" um zumindest Paroli bieben zu können. Mannschaftliche Geschlossenheit, Fehlanzeige. Die Sulzer spielten mit dem ETSV Katz und Maus, die ETSV-Abwehr war einfach nicht vorhanden. Die Sulzer qualifizierten sich als dritte Mannschaft gegen einen schwachen ETSV für den SHV-Pokal.
ETSV: Schaudt, Waitz - Schweickhardt (4), Härdle (2), Königer (2), Vogt (2), Pfeiffer (5/3), Marwein (2/1), Gass (1), Herelle.

Finale: TS Kehl - SV Zunsweier: 30:25
Die TS Kehl blieb ihrer Favoritenrolle gerecht und konnte den Bezirkspokal verdient mit 30:25 gewinnen. Mittlerweile hatte sich die Zuns-Arena erheblich mit Zuschauern gefüllt um ihre Mannschaft zu unterstützen. Auch der Mann an den Reglern, DJ Manfred Weghaupt, hatte auf volles Programm umgestellt. Doch es reichte nicht, weil sich die Gastgeber auf das druckvolle Spiel der Kehler nicht einstellen konnten. Besonders ihr mehr als korpulenter Spieler Markstahler konnte schalten und walten wie er wollte und traf für die French Connection aus der Grenzstadt nach Belieben. Auf Zunsweirer Seite überragte der junge und elffache Torschütze Pilipp Bau. Das zahlreiche Publikum verabschiedete ihre Mannschaft mit großem Applaus in die Sommerpause, während Bezirks-Vorsitzender Klaus Bergold dem TS Kehl den Bezirkspokal überreichte.

Bericht Handball-Server