Die Glorreichen 9 in El Arenal - Mai 2005

 

Nach dem doch noch errungenen und deshalb besonders gut tuenden Aufstieg der Ersten konnte die von langer Hand geplante Invasion der Sonneninsel Mallorca durch einige ESV-Koryphäen mit dem hierfür unbedingt erforderlichen Enthusiasmus gestartet werden. Kurz uns schmerzlos war die Devise, und so sollte El Arenal innerhalb von nur zwei Tagen auf den Kopf gestellt werden. Ein letzter Zwischenstopp in den Bars des Stuttgarter Flughafens sorgte dafür, dass sich die Recken unter der Führung von Tobi und Joe während des Flugs voll auf den Abwurf über dem Zielgebiet konzentrieren konnten.
Als erste Tageshandlung stand eine Auskundschaftung der örtlichen Gegebenheiten auf dem Programm, uniformiert durch die "Ich suche meine Mama" T-Shirts, mit denen wir sofort das Vertrauen der Einheimischen gewinnen konnten. ("Nein, sie lachen uns nicht aus, sie lächeln uns zu"). Nach einer längeren Erholungsphase (Poolbar mit Gruss an "Spätzle") konnten wir endlich mit unserer Mission beginnen. Allerdings hätten wir beinahe den Marschbefehl verschlafen, da es keiner für notwendig erachtete auf seiner Wachposition zu bleiben. Unauffällig wie ein Schatten huschten wir also durch die Nacht, immer vor dubiosen Kettenverkäufern und Prostituierten auf der Hut, um schliesslich zum "Bierkönig" zu gelangen, dem finalen Bestimmungsort unserer verdörrten Seelen.
Allerdings gestaltete für den Grossteil der Gruppe der Kampf gegen die immer wieder mit neuen Getränken vor uns auftauchenden Kallnern so schwierig, dass man sich darauf verständigte es am nächsten Tag noch mal zu versuchen. Und wie! Frühzeitig anwesend, bis unter die Zähne bewaffnet mit Teilen aus Joes Vesperkasse, liessen wir die Bedienung sich mit schweren Sangriakübeln, Tabletts voller Pils zu Tode schleppen. Später konnten wir dann in das Auge des Hurricans vordringen, was zu unserer Überraschung gar nicht so ruhig war. Fremde Menschen tanzten da auf den Tischen, zogen sich aus, übergossen sich mit Bier, vor lauter Entsetzen verfielen wir in einen Schockzustand. Erst Stunden später konnten wir uns davon wieder lösen, nur um im "Oberbayern" mit dem Auftritt von Costa "Dschungelkönig" Cordalis in den nächsten Schockzustand zu fallen. Mit solch menschenverachtenden Kriegslisten hatten selbst wir nicht gerechnet,
So war also die Flucht nach vorne angesagt, zurück ins schützende Hotel. Am nächsten Tag stand da schon die Rückreise von Joe, Guddi, Moppes und Popeye an, wir konnten nicht fassen wie man für solch ein Unternehmen nur zwei Tage einplanen konnten. Zwar blieben Jan, Tobi, Alex, Patrick und Massa länger, waren aber weiterhin erfolglos.
Bleibt uns nur in einigen Jahren unseren Enkeln von "damals" zu erzählen. Und wie es doch früher alles besser war.

Joachim F. "Popeye" Müller.

 

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