| Bei der Abschlussbesprechung am Trainingsabend vor dem Spiel gegen den TuS Oppenau zeigte sich Trainer Marc Nimke "not amused". Nach 74 Gegentoren in den beiden letzten verloren gegangenen Spielen gegen Friesenheim und Altenheim bemängelte er vor allem die Körpersprache einiger Spieler im Abwehrverhalten, gemessen am bisherigen Schnitt von 28 Gegentreffern. Er forderte gegen den TuS Oppenau eine Reaktion seiner Mannschaft. Dass sich diese in einer Art und Weise äusserte, die man in der Schillerhalle bislang noch nie gesehen hatte und die Zuschauer in Staunen versetzte, spricht für seine "Einstimmung" und für die Moral der Gelb-Blauen. Zudem musste der ETSV ohne ihren verletzten Kreisläufer Benjamin Gass auskommen. Zu allem Überfluss musste der zweite Kreisläufer Timo Martens nach einem Schlag auf die Nase ausgewechselt werden, was Allrounder Christian Härdle unverrichteter Dinge zu neuen Taten am Kreis veranlasste. Als nach Spielschluss das Endergebnis von 50:22 auf der Anzeigentafel stand, wurde die Nimke-Sieben mit stehenden Ovationen gefeiert, während die Oppenauer froh waren, dass dieser Spuk endlich vorbei war. Von Beginn an setzte die Nimke-Sieben auf ihr Tempospiel, den die Gäste nur bedingt folgen konnten. Nach dem 10:5 konnte Oppenau auf 12:9 verkürzen, doch der ETSV legte noch einen Zahn zu und konnte bis zum Pausenpfiff auf 24:15 erhöhen. Dabei waren die 24 erzielten Treffer in 30 Minuten schon rekordverdächtig und man richtete sich angesichts vergangener Erfahrungen auf eine eher gemässigte zweite Hälfte ein. Das vorgegebene Ziel in der Kabine lautete unter 25 Gegentreffern zu bleiben. Was die Zuschauer aber in der zweiten Halbzeit zu sehen bekamen, wird ihnen wohl lange in Erinnerung bleiben. Obwohl die Gelb-Blauen acht Minuten brauchten um Zählbares zu erreichen - 25:18 stand es bis zur 38. Minuten bei insgesamt sechs Pfostentreffern - folgte in der folgenden Viertelstunde eine wahre Sturmflut auf das Oppenauer Tor. Aufgebaut durch eine offensive und aggressive Abwehrarbeit inklusive einem glänzend aufgelegten ETSV-Keeper Alex Schaudt gelangen der Nimke-Sieben unglaubliche 18 (!) Treffer in Folge, gegen eine Oppenauer Mannschaft, die in dieser Phase schlichtweg überfordert war. Immer wieder waren es Matthias Vogt und Sebastian Wagner, die schnelle Gegenstösse vollendeten. Nach dem 43:18 war noch lange nicht aller Tage Abend. Als Oliver Pfeiffer zehn Sekunden vor Schluss beim Stand von 49:23 nur durch einen Siebenmeter-Foul gebremst wurde, forderten die Fans ETSV-Keeper Alex Schaudt zur Vollendung. Da dieser in dieser Saison vom Punkt schon reichlich Erfahrung gesammelt hatte, liess er sich nicht nehmen auch diese Herausfordeung zum denkwürdigen 50. Tor zu vollenden. 50:22, ein Endstand, das nicht nur selten ist und Staunen weckte, sondern besonders das Ergebnis einer hervorragenden Mannschaftsleistung war. Abteilungsleiter Gottfried Dittrich hatte wohl einen guten Riecher dieses Spiel auf Video aufzunehmen. Reissender Kopierabsatz wird ihm gewiss sein! ETSV: Schaudt (1/1) - Schweickhardt (6), Pfeiffer (8/1), Vogt (13/1), Martens (2), Königer (5), Herelle (1), Härdle (2), Wagner (8), Hummel (2/1) Oppenau: Kimmig, D. Huber - M. Huber (5/1), S. Schmiederer (4), T. Huber (1), Walter (2), Trayer, Muschter (1), A. Huber (5/1), K. Schmiederer (4), Meier, Schrempp, Birk
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