| Eine große Anzahl an Zuschauern erlebte in der Schillerhalle nicht zur ein rasantes Spitzenspiel mit 78 Toren, sondern auch eine packende Auseinandersetzung, die an Spannung kaum zu überbieten war. Die ETSV-Fans erlebten ein Wechselbad der Gefühle, denn ihre Mannschaft spielte wie auf einer Achterbahnfahrt. Mal war ihr Spiel von etlichen vermeidbaren Fehlern geprägt, mal rissen sie nach toll herausgespielten Treffern und beeindruckenden Aufholjagden die Zuschauer von den Sitzen. Was blieb, war beim Abpfiff eine Punkteteilung, den sich beide Teams verdient hatten. Es liegt wohl an der Tradition von Sonntagsspielen, dass die Gelb-Blauen zu Beginn in den Startlöchern stecken blieben. Hingegen waren die Gäste hellwach und hatten gegen eine zu pomadige ETSV-Abwehr leichtes Spiel. Besonders Cybulski konnte schalten und walten wie er wollte. Nach 11 Minuten lag die Nimke-Sieben mit 5:10 hinten und nach 20 Minuten führten die bislang souveränen Gäste gar mit 16:10. Nachdem aber der ETSV vier Treffer in Folge erzielte, spürte man in der Halle, dass sich die Gastgeber endlich gefangen hatten und das Spiel immer mehr in den Griff bekamen. Durch einen Treffer des einmal mehr glänzend aufgelegten Matthias Vogt zum 19:19 wurde endlich der viel umjubelte Ausgleich geschafft. Nach dem Pausenstand von 20:20 schoss Benjamin Gass den ETSV erstmals in Führung. Doch die Hoffnungen auf eine Wende wurde durch die Barbon-Sieben zunichte gemacht, denn die Gäste legten nach: Den Gelb-Blauen unterliefen einige Ballverluste, die die Hofweirer prompt bestraften. So kam es, dass deren Führung über ein 28:25 (38. min) auf 28:32 (44. min) anwuchs. In dieser Phase vergab der ETSV einfach zu viele klare Einschu&szöig;möglichkeiten. Dennoch schafften die Blau-Gelben durch Marius Schweickhardt den Ausgleich zum 33:33 (52. min.). Nach dem 34:34 durch den einzigen Treffer von Tobias Hummel schienen die Gäste auf der Siegerstrasse, als sie nach 55 Minuten mit 37:33 führten. Es spricht für die ungebrochene Moral der Nimke-Sieben, dass sie nach vier Treffern in Folge durch den überragenden Oliver Pfeiffer und einem Vogt-Tor nach 58 Minuten in einer verrückten Schlussphase mit 38:37 in Führung gingen. Danach musste der ETSV die restliche Spielzeit nach einer roten Karte für Timo Martens zu Fünft bestreiten. Runge egalisierte durch Siebenmeter, ehe Pfeiffer einen Strafwurf zum 39:38 30 Sekunden vor Schluss verwandelte. Cybulski überwand den in Topfom spielenden ETSV-Keeper Alex Schaudt mit einem verdeckten Wurf 20 Sekunden vor dem Ende zum 39:39. ETSV-Trainer Marc Nimke nahm daraufhin eine Auszeit, doch die letzten Bemühungen der Gelb-Blauen endeten an der HGW-Abwehr. Riesenapplaus aller Zuschauer für beide Mannschaften, denn sie hatten kein alltägliches Spiel gesehen. ETSV: Schaudt - Hummel (1), Schweickhardt (7), Pfeiffer (14/6), Vogt (8), Martens, Gass (5), Königer, Herelle (2), Härdle (1), Wagner Hofweier II: Rottler - Schaub (4), Cybulski (7), Spraul (2), S. Gutmann, Ruf (2), Feiler (1), M. Gutmann, Wolber (2), C. Junker (6), Zureich (4/1), Runge (4/4)
Bericht im OT
|