SV Zunsweier - ETSV Offenburg: 29:28 (11:18)


ETSV-Handballer vergeben 9-Tore-Vorsprung

Unglaubliche Dramaturgie in der "Zuns-Arena", die die Offenburger Zuschauer in tiefer Ratlosigkeit und die Zunsweirer Fans in helle Verzückung beim Schlusspfiff versetzten. Im Offenburger Lager diskutierte man noch lange nach Spielende über wie und warum die Echle-Sieben einen neun-Tore-Vorsprung in den Sand setzen konnte. Nach 36 Minuten führte der bis dahin glänzend auftrumpfende ETSV mit 22:13, nach 41 Minuten führte er mit 24:16. Bis dahin erfüllten die Offenburger alle Bedingungen einer Spitzenmannschaft. Schnell und zielstrebig im Angriff, immer ein Gegenmittel parat um die offensive Zunsweirer Abwehr zu überwinden, engagiert und kämpferisch in der Abwehr. So führten die Offenburger folgerichtig und entsprechend hoch in jener 41. Minute, während niemand in der Halle noch einen Pfifferling auf die Gastgeber setzen wollte. Was sich aber besonders in den letzten zehn Minuten in der "Zuns-Arena" abspielte, wird wohl den Zunsweirern ewig in Erinnerung bleiben. Zu diesem Zeitpunkt führte der ETSV mit 25:21 immer noch, doch es hatte sich bereits angedeutet, dass die Gastgeber angesichts der zunehmenden Ungenauigkeiten im Offenburger Spiel Lunte rochen und in der Folgezeit zur Aufholjagd ansetzten. Nach dem 26:22 durch Krieg gelang es den Gastgebern zum 26:26 (56. min) auszugleichen. Die Halle hatte sich binnen Minuten von einer Gedenkstätte in ein Tollhaus verwandelt. Hoffnung keimte beim ETSV auf, als Gaß und Vogt auf 28:26 erhöhten, doch innerhalb einer Minute hatte der SVZ zum 28:28 ausgeglichen. Zu spielen waren noch 90 Sekunden, Linksaussen Vogt scheiterte am starken SVZ-Keeper Wolf. Im Gegenzug verwandelte Möschle zum 29:28-Siegtreffer. Zwar war der ETSV noch 30 Sekunden in Ballbesitz, doch der finale Wurf war aus ETSV-Sicht letztendlich ein Spiegelbild der vorangegangenen Viertelstunde, überhastet und ungenau.

ETSV: Schaudt, Litterst – Martens, O. Pfeiffer (6/4), Herelle (2), Marwein (1), Härdle (3), Vogt (5), Michel (2), Wagner, Gaß (4), Krieg (5)

SVZ: Wolf, Nock - Schmelz, Heidt (6), Tschopp (4), Bartz, Isenmann, Kaminski (10/8), Möschle (2), Simon (5), Haas (2)

Bericht SV Zunsweier